Dienstag, 26. April 2016

26. April 1964 - Gründung Tanzanias

Am 26. April 1964 vereinigten sich Tanganyika und Zanzibar und es entstand die Vereinigte Republik Tanzania. Erster Präsident war Julius Nyerere, auch bekannt als Vater der Nation.
Der Gründung Tanzanias wird mit einem Nationalfeiertag gedacht, den ich heute als freien Tag genießen konnte.

Diesen Tag möchte ich als Anlass nehmen, um euch einige Fakten über die 52 Jahre junge Nation Tanzania zusammenzufassen:

  • Hauptstadt: Dodoma (ca. 0,8 Mio Einwohner), aber: Regierungssitz und Wirtschaftszentrum: Daressalam (4,5 Mio Einwohner)
  • Bevölkerung: ca. 49,3 Millionen Einwohner, jährliche Bevölkerungswachstumsrate: 3,16 %
  • Größe: 947.300 km² (mehr als zweimal so groß wie Deutschland)
  • Landessprachen: Amtssprache: Kisuaheli; Bildungs- und Verkehrssprache: Englisch
  • Währung: Tansanischer Schilling
  • Religionen: seit 1959 nicht mehr offiziell erfasst, circa: 40% Christen, 40% Muslime, 20% Anhänger traditioneller Religionen
Quelle: http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/Laender/Laenderinfos/01-Nodes_Uebersichtsseiten/Tansania_node.html


Samstag, 16. April 2016

Eindrücke aus dem Lake Manyara Nationalpark...

...einem Nationalpark im dem Norden Tanzanias, der eine Fläche von etwa 330 km² umfasst (davon hat der Manyarasee 220 km²). Im Westen wird dieser Park übrigens durch Klippen des Ostafrikanischen Grabenbruchs begrenzt...

Sonntag, 3. April 2016

Ostern mal anders

Über die Osterzeit begleitete ich Eberhard und Marianne, Mitglieder des deutschen Teams unseres Projekts, die im Moment in Mwika leben und für HuYaMwi arbeiten, in die Massaisteppe südlich von Arusha.
Wir besuchten den Pfarrer in Ruhestand Gideon Soombe in Naberera und fuhren dann gemeinsam mit ihm noch weiter in den Süden nach Ndedo.
Dort sollen in naher Zukunft Wassertanks gebaut werden, um noch mehr Regenwasser auffangen zu können, denn das vorhandene Wasser ist äußerst salzhaltig. In Vorbereitung dafür waren einige Gespräche nötig. Ich half beim Übersetzen und wir schauten uns die geplanten Orte für die Wassertanks an. Dabei waren wir immer mit Paulo unterwegs, einem Massai, der Evangelist ist, im Moment aber als politischer Abgeordneter dieses Gebietes arbeitet und sich so für diese Projekte einsetzt.
Überall wurden wir sehr herzlich empfangen und bewirtet. So wurde in Ndedo auch extra eine Ziege geschlachtet. Obwohl ich ja eigentlich kein Fleisch esse, erschien mir das in diesem Fall zu unhöflich und ich probierte ein kleines Stück. Allgemein habe ich festgestellt, dass es für Vegetarier auf Dauer bei den Massai schwierig ist, denn es gibt hauptsählich Fleisch, Milch und Reis. Gemüse wächst in dieser trockenen Gegend kaum.
Viele der Massai, die wir getroffen haben, sprechen gar kein oder nur kaum Suaheli, sondern nur Kimassai (Sprache der Massai), sodass zum Beispiel auch der Gottesdienst in Kimassai gehalten wird.
Insgesamt war es eine sehr interessante Zeit und ich bin dankbar, einen kleinen Einblick bekommen zu haben, wie Massai leben. Einige Dinge und Lebensweisen erscheinen uns auf den ersten Blick nicht so logisch, z.B.: Einige Massai haben ein Steinhaus gebaut, welches sie vermieten, während sie selber in ihrer Boma leben oder sie haben riesige Rinderherden, aber nur die wenigsten verkaufen eines der Rinder, um Geld zu erhalten, wenn sie dringend welches brauchen, z.B. für medizinischen Bedarf oder um Schulgebühren zu zahlen.
Trotzdem habe ich in dieser Zeit mehr verstanden und wieder einmal begriffen, wie viel unnötigen Luxus ich doch manchmal habe.
Bei unserer Ankunft in Ndedo
die Kirche der Gemeinde Ndedo
(allerdings eine nicht ganz typische
Bauweise tanzanischer Kirchen) 
im Gottesdienst...
...mit Paulo, dem Abgeordnetem dieses
Gebietes (der auch Evangelist ist)

Mittwoch, 23. März 2016

Großes Fest

Für den 20. März 2016 hatte sich der Bischof zum Besuch an der Bibelschule angekündigt: Der neue Bibelschulleiter Obed Akyoo (seit Oktober in diesem Amt) und sein Stellvertreter Elirehema Massawe sollten offiziell in ihre neuen Ämter eingeführt werden. Gleichzeitig wurde der vorherige Bibelschulleiter verabschiedet und zwei neue Gebäude eingeweiht.
Für diesen Tag begannen schon Wochen vorher die Vorbereitungen, denn das ganze Gelände sollte sauber sein und herausgeputzt werden. So hieß es für alle: An die Arbeit, ganz nach dem Motto des neuen Präsidenten: Hapa kazi tu! (Hier gibt es viel zu tun!).
An diesem Sonntag begannen wir 10 Uhr mit einem musikalisch begleiteten Umzug zu den neuen Gebäuden, die vom Bischof Dr. Fredrick Onaeli Shoo und seinen Begleitern eingeweiht wurden. Danach ging es in der Kirche der Bibelschule mit einem Gottesdienst, in dem wir auch als Chor mitwirkten, weiter. Danach gab es für alle Mittagessen (natürlich durfte auch die für Feste dieser Art typische Ziege nicht fehlen) und schließlich feierten die neu eingeführten Leiter der Bibelschule noch privat weiter...

Die Vorbereitungen für das große Mittagessen begannen bereits früh am Morgen: 
die Ziege für das Festessen wurde
in unserem Garten geröstet 
Musikalischer Einzug:
Der Bischof (Mitte mit Bischofsstab), die
Vizebischöfe der Nord-und Merudiözese
(2. bzw. 3.von links), zwei Superintendeten
(in grün) und Pfarrer der Bibelschule
...miit Pfr. Gabriele Mayer (meine
Nachbarin) und Pfr. Mathayo Saruma,
beide Lehrer der Bibelschule

Dienstag, 22. März 2016

Aktuelles von der Arbeit

Seit Anfang März sind wir wieder verstärkt in den Gemeinden unterwegs. So besuchten wir beispielsweise in der Gemeinde Komalyangoe gemeinsam mit der Fieldworkerin Mama Epifania verschiedene Familien: Zum Beispiel auch eine Frau, Mama Theresia, die einen neuen Boden im Haus benötigt, denn der unebene Naturboden ist in der Regenzeit, wo das Wasser durch die Tür reinkommt, recht schlammig. Außerdem bereitet die Unebenheit der älteren Frau Probleme. Sie lebt hier gemeinsam mit ihrer Enkelin.
Mama Theresia mit Nachbars-
kindern vor ihrem Haus
Außerdem schauten wir uns auch viele sogenannte Small-income-projects an, die HuYaMwi vergeben hat, so auch das Schweineprojekt von Ndelisho Mashau Kitamoy in der Gemeinde Kondiki. Sie lebt mit ihren Enkelkindern, die beide Waisen sind, zusammen. 2013 bekam sie von HuYaMwi zwei Sauen und züchtet seitdem. Wir schauen, wie das Projekt vorangeht, welche Herausforderungen oder Probleme es gibt. In diesem Fall fanden wir einen sehr guten Stall vor. Allerdings ist das Futter für die Ferkel etwas knapp, sodass diese vergleichsweise noch recht klein sind und sich demzufolge schwer verkaufen lassen. Wir suchen gemeinsam nach Lösungen und Möglichkeiten, um die Situation so zu verbessern, sodass die Ferkel verkauft werden können und die Frau dadurch Geld einnimmt.
von links: ich; ein Mitglied des diakonischen Komitees
der Gemeinde; meine Kollegen Godbless Shao (Evangelist)
und Kimathi (Diakon); ihr Sohn Richard
und Mama Ndelisho Mashau Kitamoy und
der Fieldworker der Gemeinde Kondiki
Außerdem bin ich fast jedes Wochenende bei einem Waisenkindertreffen in einer Gemeinde. Letztes Wochenende fuhr ich dafür gemeinsam mit Solomon, einem Studenten der Bibelschule, in die Gemeinde Msitu wa Tembu - eine Gemeinde in einem ziemlich trockenen, heißen Gebiet (teilweise auch Massaigebiet). Erst spielte ich im Schatten eines Baumes einige Spiele mit den Kindern, bevor Solomon in der Kirche mit einer biblischen Einheit weitermachte.
Gemeinsames Singen
Solomon bei der biblischen Einheit

Mittwoch, 9. März 2016

Zwischenseminar Morogoro

Nach etwa sechs Monaten im Land war es Ende Februar an der Zeit für unser Zwischenseminar. Dafür trafen sich 28 Tanzaniafreiwillige für eine Woche in Morogoro - an dem Ort, an dem wir bereits im September zusammenkamen, um Kiswahili zu lernen. Wir erlebten viele Einheiten u.a. zu diesen Themen: Unsere Einsatzstellen, Probleme/Herausforderungen, Rassismus, politische Entwicklung Tanzanias,... Aber auch Wandern, Batikbilder gestalten oder gemeinsames Kochen gehörte dazu.

Es ist erstaunlich, wie gut wir uns verstehen, obwohl wir uns doch kaum kennen – doch vieles, was den einen bewegt, kann der andere nachvollziehen und verstehen. Es tat gut, mit Leuten zu sprechen, die Ähnliches bewegt und es war schön, von allen zu hören.

Der Beweis, dass ich dieses
Batikbild tatsächlich selber
gestaltet habe ;)
Flavia Charles aus Daressalaam
referierte über die aktulle politische
Lage Tanzanias

Sonntag, 6. März 2016

Usambara-Berge

Eindrücke von einem kurzen Ausflug in die Usambara-Berge im Nordosten Tanzanias:

Auf dem Gipfel angekommen
Wanderung durch den Regenwald